2 Minuten Zeit für Deine Sicherheit

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Worum geht es hier?

Im Aktionszeitraum 6.11.2017 bis 31.12.2017 wollten wir so viele Falschparkermeldungen wie möglich an das Ordnungsamt zusammen bekommen, sodass den Verantwortlichen klar wird, dass es da ein echtes, alltägliches Problem gibt, um dass sie sich kümmern müssen. Es wurden die Mails auch mit der Bcc-Angabe für eine (für das Ordnungsamt nicht sichtbare) Kopie auch an unsere Adresse (post@zwei-minuten.net) erzeugt, damit wir sehen konnen, wie viele solche Mails tatsächlich verschickt wurden. Aktuell findet das nicht mehr statt. Es werden keine Mails ins CC gesetzt.

Ausführlichere Information zu unserer Aktion

Gerade in Radfahrerkreisen, war die Wahrnehmung sehr oft folgende: Polizei, Parkraumüberwachung und Ordnungsamt interessiert es anscheinend alle drei gleichermaßen zu wenig, ob z.B. Rad- und Gehwege (regelmäßig) zugeparkt werden. Falschparken wird immer noch sehr oft als Kavaliersdelikt behandelt und im Wesentlichen kaum verfolgt, mit allen negativen Konsequenzen, die man im Alltag so mitbekommt. Allen voran leidet die Sicherheit der anderen darunter, wenn sie gezwungen werden, an unpassender Stelle auszuweichen. Sehr beliebt ist das Schwarzer-Peter-Spiel, bei dem angeblich immer die anderen Behörden zuständig seien, nur nicht die jeweilige angesprochene Behörde selbst.

Mit dieser Aktion haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass der Rechtsstaat auch im Straßenverkehr eine Verpflichtung hat, seine eigenen Regeln durchzusetzen. Und das natürlich auch dann noch, wenn es evtl. für den einen oder anderen Autofahrer einen kurzen Fußmarsch vom Parkplatz zum Ziel bedeutet. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer unter die Räder kommt, z.B. durch Ausweichen auf Gehwege oder die Fahrbahn, kann es eigentlich nicht sein, dass man ständig hörte, da könne man nichts machen, oder keiner wäre zuständig.

Man kann es auch in einem etwas anderen Kontext sehen: Die Ordnungswidrigkeit »Parken auf Geh- und Radwegen« kostet gerade ein mal 20 Euro. Zum Vergleich: Ein Ganztagesparkschein kostet im Parkhaus am Ernst-Reuter-Platz 12,50 Euro (Stand Dezember 2017). Zwei Tage unerwischt Falschparken und es hat sich schon amortisiert, auf dem Geh- oder Radweg zu parken. Wenn man täglich falsch parkt (kommt durchaus vor), wird klar, warum es sich auch finanziell rentiert, falsch zu parken. Es ist einfach kein Problem, da man meistens ohnehin nicht angezeigt wird. Und selbst mit Knöllchen ist es zumeist immer noch billiger, als ins Parkhaus zu fahren, oder einen Stellplatz zu mieten, denn abgeschleppt wird sowieso nicht. Genau deshalb macht es Sinn, auf Falschparker aufmerksam zu machen. Denn schon beim Finanziellen gibt es zu wenig Ansporn für eine Veränderung des Parkverhaltens des Einzelnen.

Wer steht dahinter?

Diese Aktion wurde vom ADFC Augsburg ins Leben gerufen. Wir bekamen sehr oft die Rückmeldung, dass es Probleme wegen Falschparkern auf Geh- und Radwegen gibt. Aus eigener Erfahrung wissen wir aber auch, dass es bei einigen Mitarbeitern der Behörden offenbar kein Bewusstsein für das Problem oder zumindest keine Handlungsbereitschaft gibt. Mehr als ein mal wurden die verschiedenen Stellen von verschiedener Seite auf die Probleme hingewiesen und geändert hatte sich daruf hin nichts. Daher bleibt uns als betroffenen Bürgern, als Allgemeinheit eigentlich gar nichts anderes übrig, als den Druck auf die Verantwortlichen durch öffentlichkeitswirksame Aktionen zu erhöhen. Deshalb ist das auch deine Aktion. Egal ob Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer, wir alle sind Betroffene. Es geht um deine eigene Verkehrssicherheit, dein eigenes Recht, unbehindert am Verkehr teilzunehmen.

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Sicher werden jetzt einige von Euch berechtigterweise wissen wollen, was mit den Mails, die in Kopie an uns geschickt wurden, passiert. Wir haben sie gezält, sonst nichts. 76 waren es, vom 7.11. bis 15.12.2017 eingegangen. Wie viele davon eine erfolgreiche Ordnungswidrigkeit nach sich gezogen haben steht heute (21.1.2018) noch nicht fest. Wir sind aber weiterhin dran.

Alle Mails wurden nach dem Aktionszeitraum gelöscht. Eure anfallenden persönlichen Daten wurden vollständig gelöscht und selbstverständlich wurde nichts davon an Dritte weitergeleitet oder anderweitig weiterverwendet (außer der Anzahl der Mails). Uns interessierte wirklich nur, wie viele Mails im Aktionszeitraum tatsächlich verschickt wurden.

Haftungsausschluss

Für Anzeigen an das Ordnungsamt ist allein der/die Anzeigende verantwortlich. Weder der Betreiber dieser Webseite, noch der ADFC können dafür verantwortlich gemacht werden. Insbesondere nicht wahrheitsgemäße Angaben können zu strafrechtlichen Konsequenzen für den/die Absender/in führen. Diese trägt allein der/die Absender/in der jeweiligen Mail.